Schokoladenbrötchen

Gerade habe ich mir meine Posts durchgeschaut, als ich vor drei Jahren nach Berlin fuhr, um Lu und Stef zu treffen. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als wir uns das erste Mal sahen am Bahnhof. Lu hatte Stef schon am Flughafen abgeholt und dann warteten die beiden auf mich am Bahnhof, weil ich mit dem Zug ankam. Ich entdeckte sie sofort inmitten der anderen Menschen, weil beide so gross sind und schön bunte Kleider trugen. Wir fanden es total lustig, dass wir alle über 1.70 m sind, da man das ja auf Fotos nicht unbedingt ausmachen kann. Es war so komisch und gleichzeitig so lustig, zwei Menschen in echt zu sehen, die man zuvor nur von Fotos gekannt hat. Und diesen Sommer jährt sich unser Treffen zum dritten Mal. Wir werden uns alle wieder in Berlin treffen. Ausserdem wird naütrlich auch Anja wieder dabei sein und Laura werden wir hoffentlich ebenfalls treffen! Ich freue mich riesig, Berlin nochmals mit den Girls zu entdecken. 
Aber eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes schreiben... Meine Schokoladenbrötchen. Ja, ich habe mal wieder Brot gebacken! Und auch diesmal habe ich auf die bewährte Technik mit dem Gusseisentopf zurückgegriffen. Ich wollte immer mal ausprobieren, ob sich diese Backart auch für Brötchen eignet. Mein Fazit ist: Ja! Die Brötchen wurden wirklich luftig und knusprig.
Das Vorgehen mit dem Gusseisentopf und das Grundrezept dazu findet ihr hier. Das Rezept könnt ihr beliebig abändern. Für die Schokoladenbrötchen habe ich folgende Zutaten angewendet:

430g Mehl
11/4 TL Meersalz
1/4 TL Trockenhefe
300ml + 4EL temperiertes Wasser (oder 200ml + 4EL Wasser)
15 g Butter, weich
6 Branches, z.B. Branche von Cailler (In der Schweiz nennen wir die "Schoggistängel")

Die Schokolade kommt vor dem letzten Aufgehen in den Teig. Dazu einfach den Teig so gut wie es geht um die Branches herumwickeln.
Ich habe von den Zutaten jeweils nur die Hälfte genommen und das ergab vier Brötchen. Die hatten auch gleich alle Platz im Topf. Die Backzeiten habe ich dabei jeweils um etwa 5 Minuten verkürzt. Da muss man vielleicht ab und zu drauf schauen, wie sich die Kruste entwickelt und dann etwas vor- oder nachgeben. Es kommt halt darauf an, wie gross man die Brötchen macht.
Und evtl. kriegt man die Brötchen noch etwas dunkler, wenn man sie vor dem Backen ein wenig mit Eigelb bestreicht.
Ich hoffe, bei euch ist es nicht so regnerisch wie hier... Wir gehen aber jetzt trotzdem mal ein wenig nach draussen. Bis bald!
♡Stefanie

Zürich 2015

Vor einiger Zeit verbrachten Dominik und ich zwei Tage in Zürich. Wir hatten uns mal entschlossen, wann immer es sich ergibt, eine Stadt hier in der Schweiz zu besuchen und zu entdecken. Das heisst, dort übernachten und uns ein Tagesprogramm überlegen, so als wären wir Touristen. Wir waren zwar schon oft in Zürich, natürlich! Aber noch nie so richtig. Im Internet fanden wir eine tolle Seite, die viele unterschiedliche Spaziergänge durch die Stadt mit Karten und Erklärungstexten zur Verfügung stellt. "Züri zFuess" nennt sie sich. Das bedeutet "Zürich zu Fuss". Wir machten einen Spaziergang entlang der Limmat und einen zweiten durch die Altstadt. Den Plan dazu kann man zu Hause ausdrucken und erfährt dann unterwegs an verschiedenen Standorten ein bisschen etwas über die Geschichte eine Gebäudes, Gewässers oder Quartiers. Sehr interessant und lehrreich.
Nachdem wir im Hotel Helvetia eingecheckt hatten, assen wir im Masala wir ein leckeres indisches Curry, streiften dann gegen Abend ein wenig durch die Gegend und landeten in der Bar3000, in der Nähe der Langstrasse, wo wir in den Genuss eines kleinen Konzertes von Brett Newski kamen. Eigentlich wollten wir danach noch auf einen Cocktail in eine Rooftop Bar mit Ausblick über die Stadt, aber dafür waren wir dann zu müde.
Am nächsten Tag assen wir das beste Frühstück im Babu's. Den Spinat-Manog-Smoothie, den wir bestellt hatten, machen wir seither sehr oft zu Hause nach. Und dann machten spazierten wir den ganzen Nachmittag entlang der besagten Spazierwege.

Sich wie ein Tourist in einer eigentlich bekannten Stadt aufhalten, kann ich sehr empfehlen!:)
♡Stefanie

From where I stand

In den letzten Wochen unternahm ich eine kleine Challenge mit meinem iPhone und mit meinen Schuhen. Mein Ziel war es, so oft wie möglich meine Schuhe auf unterschiedlichen Böden zu fotografieren. Schuhe sind ja ein äusserst beliebtes instagram Motiv, genau so wie himmlische Gerichte und ja, Selfies. Selfies erübrigten sich für mich rein kardashiantechnisch. Zudem esse ich zu wenig oft hübsch bzw. meist an den zwei gleichen Tischen, entweder zu Hause oder in der Schule. Darum langweilig. Unterschiedliche Böden gibt es aber wie Sand am Meer und eigentlich täglich in vielen verschiedenen Variationen. 
Das ganze als Compilation zu sehen, fand ich lustig. Hier also mal die erste Hälfte meiner From where I stand-Serie. Obwohl einigermassen abwechslungsreich, fehlen mir ein bisschen die Extreme. Wasser, Steine, Feuer, Sumpf?! Ich arbeite dran.... Die Serien liessen sich beliebig wiederholen: Kaffee, Farben, Symbole, Blumen, Street Art, Menschen etc. Habt ihr auch schon mal solche Fotochallenges gemacht?

Heute beim Kurz-Vor-Ladenschluss-Einkaufen beobachtete ich, wie sich ein junger Mann mehrere Dosen Bier heimlich in seine Jacke steckte, den Reissverschluss hochzog und ruhig, aber zügig Richtung Ausgang schritt. Intuitiv dachte ich: Falsch!!! Ich lief also sofort zum nächsten Verkaufspersonal, zeigte auf den Mann und berichtete meine Beobachtung. Dies führte dazu, dass sich der Verkäufer und der Dieb sobald ein eher heftiges Gerangel lieferten, bei welchem sich beide mindestens einmal mit voller Wucht zu Boden stiessen. Unterdessen war ich an der Kasse angekommen und die gesamte Schlange starrte auf die beiden Kämpfer; ebenso die Verkäuferin, welche ihre Handgriffe und Verkaufsfloskeln mit konstantem Blick auf die Rangelei erstaunlich professionell weiterführte. Dachte ich vorher, ich hätte etwas Gutes getan, hatte ich mittlerweile ein schlechtes Gewissen und dachte mir, dass ich den Typen doch wegen den paar Bierdosen nicht hätte verraten sollen. Als nächstes dachte ich jedoch, warum wir anderen Blöden eigentlich an der Kasse anstehen und brav unsere Tortellinis, Himbeeren und Chips bezahlen, wenn wir sie uns auch einfach in die Jacke hätten stecken können und dann gemütlich aus dem Laden spazieren. Es war ja auch so, dass die Jacke des Typen absolut auffällig vollgestopft und sein Gang deswegen bis Körpermitte ziemlich roboterhaft waren. Wohl mehr ein Gelegenheitsdelinquent als ein Profilangfinger. Vielleicht ein verzweifelter, armer Kerl, der eine schwere Kindheit hatte und seine Erinnerungen im Bier versucht zu ertränken. Eine Anzeige wäre das letzte, was ich ihm wünsche. Erwischt worden zu sein, sich vom Verkäufer wie ein kleiner Junge aus dem Schwitzkasten des grossen Bruders loszureissen versucht haben, um mit ein paar lächerlichen Bieren abzuhauen, bringt ihn aber vielleicht zum Nachdenken. Fazit: Das Leben ist nicht schwarz oder weiss, immer grau.
Was denkt ihr darüber? Hättet ihr den Dieb verraten, ihn selbst zur Rede gestellt, ihn gehen lassen? Der Verkäufer war ja echt mutig. Ich weiss nicht, ob er sich beim Fighten noch irgendwelche Schrammen zugezogen hat...
♡Stefanie

Bildertag #14

Manchmal tut es gut, wenn man eine Sehenswürdigkeit in der Stadt, in der man wohnt, (wieder einmal) besichtigt. Hier in Luzern hat es wahnsinnig viele asiatische Touristen und wenn ich ihnen über meinen Kaffeetassenrand zuschaue, wie sie in ihren Reisegrüppchen freudig die Sehenswürdigkeiten erkunden, ertappe ich mich immer wieder beim Gedanken: "Was haben denn die? Dieses Denkmal ist doch gar nicht sehenswert. Dieser Turm ist doch langweilig..."
Darum stiegen wir heute an diesem schönen Frühlingstag wieder einmal auf die alte Stadtmauer, um den Ausblick zu geniessen. Und so von oben sieht diese kleine Stadt doch überraschend attraktiv aus. Die mittelalterliche Altstadt, der schöne See und dahinter die Alpen. Im Alltagswirrwarr verliert man den "fremden Blick" auf den eigenen Wohnort viel zu schnell. Vielleicht zieht es mich in letzter Zeit ein bisschen weg von diesem Ort, weil ich nicht hier geboren und aufgewachsen bin. Aber wenn ich meinen Blick bewusst öffne, dann gibt es also wirklich nix zu meckern!:)
Ich hoffe, ihr hattet ein genussvolles Wochenende, konntet eure Sorgen ein wenig zur Seite schieben und Energie für die neue Woche tanken. Startet gut!
♡Stefanie

In 6 Schritten den Kleiderschrank ausmisten

In meinen Frühlingsferien nahm ich mir die Zeit, nebst unserer Wohnung auch meinen Kleiderschrank auzumisten. Ein Unterfangen, welches schon lange nötig war, aber auf das ich mich auch freute. Eigentlich bin ich jemand, der sehr regelmässig ausmistet und es auch gerne mag, wenn alles seinen Platz hat. Aber seit einiger Zeit war mir aufgefallen, dass ich viele meiner Klamotten schon sehr lange nicht mehr anhatte bzw. so meine Lieblingssachen hatte, die ich immer wieder aus dem Schrank zog. Darum nahm ich mir vor, mein gesamtes Hab und Gut zu Durchleuchten und alles auszumisten, was in irgendeiner Form nicht mehr passte.
Mir hat meine Vorbereitung geholfen, das Ausmisten in einem Nachmittag  ohne langes Hin- und Herüberlegen zu erledigen. Vielleicht hilft es euch ja auch oder ihr kriegt den Ansporn, das Ausmisten noch vor dem Sommer endlich anzupacken.
Wohlgemerkt wird in meinen sechs Schritten dem Klamottenausmisten eine übertrieben grosse Bedeutung zugemessen und das Ganze behandle ich fast wie eine Staatsaffäre, aber es macht Spass und man wird frei von einigem Ballast.:) Also los!

1. Daily Outfits
Im ersten Schritt geht es darum, dass man sich überlegt, was man normalerweise täglich trägt und warum. Das heisst, was nehme ich aus dem Schrank, wenn es am Morgen schnell gehen muss? Wie würde ich "Mein typisches Outfit" beschreiben?
Da ich gemerkt hatte, dass ich auf die Schnelle immer wieder die gleichen paar Shirts, Jeans und Schuhe anzog und der ganze Rest meiner Klamotten immer unwichtiger wurde, überlegte ich mir zuerst, was ich immer wieder und somit gerne anziehe. Obwohl ich sehr gerne Kleider anziehe, trage ich diese zum Arbeiten eigentlich nie, weil sie dafür unpraktisch sind. Das heisst für mich: Im Alltag muss es morgens schnell gehen, praktisch, bequem und einfach zu kombinieren sein. Jeans, T-Shirt, Strickjacke, flache Schuhe.

2. Inspiration
Im zweiten Schritt versucht man, etwas frischen Wind in die ganze Sache zu bringen (wenn man möchte! Sonst direkt weiter zu Punkt 3:)), indem man sich fragt: Gibt es etwas, was ich gerne an meinem für mich "täglichen Outfit" ändern würde? Möchte ich es irgendwie aufpeppen? 
Wer sich für Mode interessiert, mag auch die Abwechslung. Jeden Tag das Gleiche zu tragen, ist irgendwie langweilig. Aber manchmal lässt es der Job nicht anders zu, man hat einfach keine Ideen oder keine Zeit, sich eine halbe Stunde vor den Schrank zu stellen. Um sich deshalb mal wieder ein paar neue Ideen zuzulegen, lohnt es sich zum Beispiel, eine Weile auf Pinterest herumzustöbern. Einfach mal ein paar Stichworte eintippen. Zum Beispiel "Streifenshirt", "Chucks" oder "Jeansbluse". Und schon hat man tausende Bilder, die einen auf Ideen für abwechslungsreiche Kombinationen bringen können. Wenn man dann am Schluss die Pinnwand im Überblick anschaut, bekommt man auch gleich einen Eindruck davon, was den eigenen Stil ausmacht bzw. ausmachen würde. Aber Achtung! Man sollte sich hier in Grenzen halten und danach nicht zum Ziel haben, eine komplett neue Ausstattung zu kaufen. Vielleicht 2-3 neue Ideen zum Ausprobieren.
Beim Stöbern auf Pinterest fiel mir auf, dass ich fast nie Accessoires trage, obwohl ich zum Beispiel Halsketten oder Schals sehr mag. Oder dass ich immer wieder auf Outfits klickte, die dunkelgraue Jeans beinhalteten. Ich selbst hatte aber keine solche, dafür eine Menge Bluejeans, die ich aber teilweise seit Ewigkeiten nicht mehr getragen hatte. Ebenso erging es mir bei einer grauen Strickjacke: Kam in X geherzten Outfits vor, fehlte aber in meinem Kleiderschrank. Und was ich neu entdeckte waren Rock/Blusen-Kombis. Bunter Rock mit neutralem Oberteil oder umgekehrt. Dazu eine schwarze Strumpfhose und Chlesea Boots.

3. Basics festlegen
Dieser Schritt ist der wichtigste von allen. Meiner Meinung nach wichtiger als das Ausmisten an sich, denn hier geht es darum, sich zu entscheiden, welche Kleidungsstücke man wirklich braucht. Einerseits für den Alltag im Sinne von Lieblingsklamotten und andererseits, um die neuen Outfitideen umzusetzen. Am besten geht man alle Kleidungsstücke (d.h. Hosen, Blusen, T-Shirts, Pullis, Schuhe, Taschen etc.) durch und überlegt sich, ob sie für die Lieblingsoutfits wichtig sind.
Ein Beispiel: Ich trage sehr oft T-Shirts, weil sie bequem sind und weil man sie zu allem kombinieren kann. Darum entschied ich mich, dass ich je zwei schwarze, graue und weisse haben muss. Daneben noch 3-4 unterschiedliche Muster (Punkte, Streifen, Herzen etc.), 2-3 Farben, 1 Bandshirt und 2 mit Schriftprint. Das scheint vielleicht immer noch eine Menge T-Shirts zu sein, aber wenn man bedenkt, dass ich im nächsten Schritt etwa genauso viele aussortierte, ist das doch ein Unterschied!  
Das Pläsier:  Bei der Überlegung, was man wirklich braucht, gibt es für mich eine Ausnahme: Jede Person hat doch so ein Kleidungsstück, das er besonders toll findet. Vielleicht sind das Turnschuhe, von welchen man das gleiche Paar in vier verschiedenen Farben hat. Oder man ist ein Hosen-Freak und liebt es, Jeans zu sammeln. Ich finde, so ein Pläsierchen darf man haben. Bei mir sind das beispielsweise Kleider. Ich meine, von "wirklich brauchen" kann bei mehr als fünf keine Rede mehr sein...
4. Ausmisten - und dann wohin mit dem "Mist"?
Jetzt kommt der beste Teil. Weg mit dem ganzen Zeug, das man eh nicht mehr anzieht! Das kann jedoch auch der schwierigste Schritt sein, denn es gibt viele Menschen, die beim Wegschmeissen sentimental werden. Sie halten das Kleidungsstück, das sie eigentlich seit über einem Jahr nicht mehr anhatten, in die Luft und finden es plötzlich wieder ganz hübsch und denken, dass sie es doch mal wieder anziehen werden. Aber ehrlich: Ich finde, man kann sich genau zwei Fragen stellen: 
1. Habe ich dieses Teil im vergangenen Jahr angehabt?
2. Passt es mir 100%-ig?
Wenn man eine der Fragen mit Nein beantwortet, ist es meiner Meinung nach Zeit, es loszuwerden. Insbesondere bei der zweiten Frage. Das sind nämlich genau die Sachen, die vielleicht auf den ersten Blick passen und gut aussehen, aber die dann trotzdem immer im Schrank hängen bleiben, weil irgendein kleines Detail nicht stimmt. Sei es der Schnitt, das Material, das schwer kombinierbare Muster etc. 
Eine Ausnahme sind Sachen, die man mit DIY ändern oder reparieren kann. Zum Beispiel eine offene Naht oder eine Jeans, aus der man eine Shorts machen kann. Dann unbedingt behalten und möglichst schnell auf Vordermann bringen!
Ich war sehr überrascht, wie viel ich lange nicht mehr anhatte oder wo ich überall irgendetwas auszusetzen hatte. Insgesamt füllte ich drei grosse Plastiktüten mit Zeug, das weg musste! Mein Kleiderschrank hat sich extrem gelockert und ist dadurch natürlich viel übersichtlicher geworden.

Wohin nun mit dem ganzen Zeug? Grundsätzlich bin ich nur fürs Wegwerfen, wenn etwas wirklich kaputt ist und/oder man mit gesundem Menschenverstand sagen kann, dass das keine andere Person anziehen wird. Ansonsten gibt es verschiedene Möglichkeiten:
  • In den Secondhand Laden bringen
  • Am Flohmarkt verkaufen
  • An die Kleidersammlung abgeben
  • verschenken
  • tauschen
Wem es schwerfällt, Dinge wegzugeben, verpackt alles Aussortierte am besten mal in einer Tüte oder Kiste und verstaut diese für eine gewisse Zeit im Keller. Wenn man merkt, dass man etwas wieder braucht, kann man es wieder holen. Das beruhigt ein bisschen das Gewissen. Spätestens in einem halben Jahr würde ich mich aber dann definitiv von dem Zeug trennen.
 
5. Platz für Neues (aber nicht zuviel!)
In Schritt 2 hat man sich allenfalls ein paar Sachen notiert, die im Kleiderschrank fehlen, obwohl man viele Outfitideen damit hätte. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, gezielt diese Sachen einzukaufen. Also nicht mal in den Laden gehen und sich "ein bisschen umschauen", sondern nur genau nach den paar Teilen suchen, die man braucht. Wenn man so vorgeht, denke ich, vermeidet man zu viele Fehlkäufe. 
Nach meiner Ausmisterei habe ich das Gefühl, dass mein Kleiderschrank komplett ist und dass ich für eine Weile wirklich nichts Neues mehr benötige. Das heisst nicht, dass ich jetzt nie mehr shoppen gehen werde. Aber ich habe das Gefühl, dass ich einen klaren Überblick darüber habe, was in meinem Kleiderschrank ist und so auch klarer entscheiden kann, ob ich etwas Neues kaufen soll oder nicht.

6. App-Tipp
Zum Schluss habe ich eine lustige App gefunden, die einem dabei helfen soll, Outfits zu kombinieren mit den Sachen, die man hat. Sie heisst Stylebook. Ich denke, dass das dem Phänomen "Ich habe den ganzen Schrank voll Klamotten, aber nichts zum Anziehen" etwas gegensteuern kann. Denn meistens hat man wirklich alles schon, man weiss nur nicht so recht, wie man es für einen bestimmten Anlass kombinieren soll. 
Das Prinzip der App funktioniert so, dass man seine Kleidungsstücke fotografiert und nach Kategorie sortiert. Das Ganze sieht sehr hübsch aus, weil man bei den Fotos den Hintergrund entfernen und durch weiss ersetzen kann (wenn mans richtig macht!). Danach kann man beliebige Outfits kombinieren und speichern. Und die ganz grossen Fashionistas können mit dem Kalender für jeden Tag ein Outfit vorausplanen! ;-))

Man muss zwar keine Staatsaffäre aus dem Thema Klamotten machen, aber es tut gut, mal wieder Ordnung zu machen und sich vielleicht auch ein bisschen bewusster darüber werden, was man wirklich braucht und was einfach sinnlos rumliegt. Ich bin gespannt, ob ich ab jetzt mit einem anderen Bewusstsein einkaufe oder ob ich in ein paar Monaten feststelle, dass in meinem Kleiderschrank wieder viele ungenutzte Klamotten hängen. ;-)
Viel Spass beim Ausmisten!
♡Stefanie

Make your life memorable - Ein Fotoordner von Bookbinders Design

Als ich vor einer Weile diesen Post von Laura gelesen hatte, wollte ich mich endlich auch an die Arbeit eines solch schönen Fotoalbums machen. Ich kenne natürlich auch Project Life und die Messy Box, welche mich noch mal ein Stück motivierten, die Arbeit endlich anzugehen. Aber ich wollte mir nicht eine vorgefertigte Box kaufen, sondern wie Laura selbst gestalten. 
Dass ich mir dank Bookbinders Design einen wunderschönen Ordner dazu machen lassen durfte, kam mir natürlich extrem entgegen und gab mir dann den ausschlaggebenden Ruck, endlich anzufangen.
Meine Fotos sammelte ich bis dahin in Kisten oder sie blieben einfach auf meiner Festplatte. Ich sagte mir immer: "In den Ferien setzt du dich dann mal eine ganze Woche dran und arbeitest ein Jahr auf." Aber wie es manchmal so ist, hielt ich diesen Vorsatz bis jetzt nicht ein.
Ich erhielt von Bookbinders Desgin für meine Fotos einen qualitativ hochwertigen Ordner mit Stoffbezug und persönlicher Prägung. Bookbinders Design ist ein Unternehmen mit Wurzeln in Schweden, welches Notizbücher, Boxen, Fotoalben, Agenden oder eben auch Ordner in schlichtem Design und vielen verschiedenen Farben anbietet. Besonders ist, dass man sein Objekt in der Boutique nach Wunsch prägen lassen kann.

Prägung:
Auf der Fotocollage könnt ihr sehen, wie mein Ordner geprägt wurde. Das Verfahren geht, wie ihr an den Lettern erkennen könnt, auf den Buchdruck zurück. Je nach Stoff, Farbe und Schrift/Logo braucht die Maschine eine bestimmte Temperatur. Mithilfe eines Teststücks wird die Schrift und der Ordner genau positioniert und ausgerichtet. Anschliessend wird die Schrift mit der eigentlichen Folie auf die Oberfläche des Ordners geprägt. Eine schönes Handwerk!
Vorgehen:
Bei der Gestaltung meiner Albumseiten bin ich nach dem Prinzip Project Life, das ihr bestimmt alle kennt, vorgegangen. Die Alben mit den verschiedenen Fotoformaten und Grafiken dazu sind einfach unglaublich toll!
  1. Ich kaufte mir Fotozeigetaschen in verschiedenen Formaten. Entweder 2 x Querformat oder 4 x Hochformat und erhielt von Bookbinders Design weisses Fotopapier, welches ich ebenfalls als Seitengestaltung verwendete. 
  2. In Photoshop bereitete ich gemäss den Fotozeigetaschen mir drei Formatvorlagen vor, um meine Fotos in die passende Grösse zu bringen und möglichst effizient zu drucken. Ich entschied mich für 4 Formate: A4, 14.8x21.3, 10.3x14.7 und 10.3x7.35. Bei den mittleren beiden Formaten mass ich einfach die Länge und Breite der Zeigetaschen und zog auf jeder Seite 2mm ab, damit die Fotos gut reinpassen. Das letzte Format ist die Hälfte des vorletzten, damit ich noch ein kleinstes Format hatte. Ansonsten wäre der Ausdruck noch länger gegangen. Ich druckte alle Vorlagen auf A4 aus, weil die Zeigetaschen als Ganzes in diesem Format sind. So konnte ich entweder 1 ganzseitiges, zwei, vier oder acht Fotos auf eine Seite packen. (--> Wer gerne wissen möchte, wie ich das mit Photoshop gemacht habe, lasst es mich in den Kommentaren wissen.)
  3. Welches Foto man in welchem Format druckt, spielt keine so grosse Rolle. Weil man viele Seitenteile mit Papier und anderen Mitteln gestaltet, kriegt man immer eine gute Ordnung hin. Aber natürlich kann man sich das im Voraus auch genau überlegen. 
  4. Dann hiess es, alle Seiten ausdrucken! Ich wollte es selber zu Hause drucken, weil ich die Resultate kontrollieren wollte und immer vorzu wieder ein Stück daran weiter arbeitete.
  5. Fotos ausschneiden.
  6. Und jetzt kann der Spass beginnen. Die Gestaltung! Hier eine Liste von Materialien, die sich eignen: Verschiedene Papiere (Muster, uni, glitzer, Krepp, Seidenpapier etc.), Stoffreste, Stickers, Stempel, alte Landkarten, Filz, Knöpfe, Folien, Konfetti, Klebebuchstaben, Washitape, Bänder, Borten etc. Es gibt keine Grenzen!
Und bevor es ein paar Bilder meines Ordners gibt noch ein Tipp: Es ist ganz praktisch, wenn man von den Zeigetaschenformaten ein Pappestück anfertigt. Dann kann man die Papiere und anderen Hintergründe nämlich ganz schnell mit einem Japanmesser in der gewünschten Grösse zuschneiden. 


Meine beiden Lieblingsseiten sind einerseits die Glitzerkarten, auf welchen ich mit Abrissstreifen besondere politische oder kulturelle Ereignisse des Jahres 2014 aufgeschrieben habe und andererseits unsere Fotos vom Kürbishof letzten Herbst. Sie sind so hell und knallig in allen möglichen Orangetönen!:)

Ja, es ist ein ganzes Stück Arbeit, so ein Fotoalbum. Aber die Arbeit lohnt sich. Gerade wenn ihr eine besondere Reise unternommen habt - wie wir in die USA - oder eure Alltagsfotos nicht auf eurem Computer verstauben lassen wollt (Wer will das schon!?). Eure Kinder und Enkel werden euch dankbar sein!;-)
♡Stefanie