Herzchen, Blümchen und Polkadots

Wenn ich meinen Blog schreibe, möchte ich die schönen Dinge in meinem Leben mit anderen teilen. Die Aufgabe ist eigentlich, das was ich mache, schön darzustellen. Mit Fotos, mit Outfits, die ich zusammenstelle, mit Projekten, die ich hübsch in Szene setze. Als Blogger setzt man eigentlich alles in Szene. Beim häufigen Bloglesen bekommt man dann schnell den Eindruck, als seien Blogger total glückliche Menschen, umgeben von hübschen Dingen und als liefe in deren Leben immer alles rund. Natürlich weiss jeder, dass das nicht so ist. Aber trotzdem sehe ich mir die Bilder gerne an und lasse mich davon inspirieren. Und ich persönlich möchte auch gar nicht lesen, was eine Bloggerin gerade für einen schlechten Tag hatte und was sie im Moment nervt oder welche Probleme sie im Job hat.
Ich möchte Herzchen, Pünktchen und Blümchen!:) Das Leben von seiner schönen Seite. 
Es ist ja klar, dass trotz Herzchenkleid und bunter Wohnung nicht alles glücklich und perfekt ist. Ich kann sogar ein Lied davon singen. Mein Vater leidet an einer schweren, unheilbaren Krankheit. Mein Job ist sehr nervenaufreibend und manchmal echt unbefriedigend. Ich häkle und stricke gerne, aber ich fluche auch viel und finde die Menschheit oft unerträglich. Ich liebe es zu kochen und zu backen, Dinge hübsch anzurichten, deswegen interessiere ich mich trotzdem für Lohngleichheit und Frauenrechte.
Worauf ich hinaus will ist, dass man die Herzchen, Blümchen und Polkadots nicht als naiv und kindlich, sondern eben auch von einer anderen Seite ansehen kann. Nämlich Glücklichsein als way of life. Das Glück des Lebens bewusst wahrnehmen. Wenn etwas ganz besonders fehlt oder schmerzt, ist das aus meiner Sicht die einzige Art zu überleben. Man lässt sich von kleinen Dingen das Leben schöner machen. Deshalb wähle ich ganz bewusst, glücklich zu sein. Ich will trotz allem einfach zufrieden sein. Ich denke manchmal, dass gerade die Menschen, die mit etwas kämpfen und bodenständig leben (müssen), das Glück in den kleinen Dingen des Lebens besser sehen können. Denn ein ultimatives Glücksgefühl wird es nie mehr geben. Man ist am Boden der Tatsachen, aber trotzdem glücklich.
Ich kann nachts gut schlafen, weil ich weiss, dass beispielsweise ein Song alleine reicht, um mich glücklich zu fühlen. Oder dass ich von einem Film völlig besessen sein kann. Dass mich ein Pünktchenkleid den ganzen Tag glücklich macht. Oder dass ich beim Nähen oder Häkeln für eine bestimmte Zeit alles um mich herum vergessen kann.
Für mich zählt ein nettes Wort meines Arbeitskollegen mehr als ein teures Auto zu fahren. Ich höre mir am Samstagabend lieber einen tollen Song an, als auf eine Party zu gehen. Und ich muss nicht auf Safari gehen, um etwas Besonderes zu sehen oder zu erleben. Denn das, was ich brauche, steht unmittelbar vor meiner Nase.
Ich habe das alles aufgeschrieben, weil ich hoffe, dass es einigen von euch ähnlich geht oder es jemandem hilft, die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Mir hat nämlich vor einigen Tagen ein kleiner Beitrag auf Instagram in einem Augenblick sehr fest geholfen und ich hoffe, dass ich das jemandem weitergeben kann.
♡Stefanie

DIY: Herbstbouquet aus Filz

Dieses DIY steht schon sooooo lange auf meiner To Do Liste. Da jetzt die Herbstfarben so richtig am Leuchten sind, war dies der perfekte Zeitpunkt, endlich mit der Filzblumen-Herstellung zu beginnen. Als Inspiration nahm ich mir dieses Bild eines echten Herbstbouquets zur Hilfe. Ich probierte die grünen Beeren auch herzustellen, aber ich schaffte es nicht zu meiner Zufriedenheit, deshalb liess ich sie weg. :(
Die Blumenherstellung ist sehr einfach, kostet allerdings ein wenig Zeit. Ich würde mir einen Abend Zeit dafür Zeit nehmen.

Materialien:
  • Filz in verschiedenen Farben (z.B. bordeaux, pink, gelb, rot, orange)
  • Blumentopf
  • Styroporkugel, die etwa zur Hälfte im Topf versinkt.
  • Heissleim
Hier die Erklärungen, wie man die einzelnen Blüten machen kann.
Ich wünsche euch einen ganz tollen Start ins Wochenende! Yehaaa!
♡Stefanie

Alkoholfreier Cocktail: "White Russian"

Bevor der Oktober bereits wieder an uns vorbei gerauscht ist, möchte ich euch einen neuen alkoholfreien Cocktail vorstellen. Ich nenne ihn jetzt einfach mal White Russian, obwohl er nichts mit Kaffee zu tun. Er sieht nur so aus!:) Viel besser als Kaffee: Feigen! Diese schöne Frucht ist lecker und passt perfekt zum Herbstfeeling. Der Cocktail hat eine leichte Smoothienote, ist also auch für Smoothie-Liebhaber gut geeignet. Ich würde ihn als Nachmittagscocktail empfehlen.

Hier das Rezept, das ich hier auf dieser lustigen Seite gefunden habe, ein wenig abgeändert:

2 reife Feigen, halbiert und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausgenommen
1 Banane
1 Limette
2-3 Tropfen Vanilleextrakt
1/2 TL Zimtpulver
200 ml Buttermilch
150 ml stilles Mineralwasser bzw. Wasser

2-3 Bananenscheiben zur Seite legen und mit etwas Limettensaft beträufeln. Alle Zutaten (inkl. restlichem Limettensaft) ausser Wasser pürieren. Wasser dazugeben. Bananenscheiben ins Glas geben. Zum Schluss 2-3 Eiswürfel dazugeben. Schliesslich ist es ja ein Cocktail!:)
Ich hoffe, ihr hattet einen guten Wochenstart. Der Montag ist bei mir immer der anstrengendste Tag, darum bin ich froh, gehts jetzt etwas ruhiger weiter.
Liebe Grüsse
♡Stefanie

Outfit: In den Herbst mit Jototes

Ihr kennt ja mittlerweile bestimmt alle Jototes! Vor Kurzem mailte ich mit April von Jototes und erklärte ihr ein Anliegen. Schon längere Zeit hatte ich das Bedürfnis nach einer kleinen und praktischen Kameratasche, welche man überall hin einfach mittragen kann. Ich wollte eine Tasche, in die ich bloss meine Kamera packe. Keine weiteren Objektive oder sonstiges Zubehör. Dafür auch Platz für mein Portemonnaie, vielleicht ein Buch, Schlüssel und Handy. Zum Beispiel für einen Spaziergang oder einen Abstecher in die Stadt. Am besten zum Umhängen. Der Zeitpunkt passte lustigerweise genau und sie teilte mir mit, dass Jototes bald Re-design ihrer Allison-Tasche veröffentlichen würde. So darf ich euch nun die New Allison vorstellen. Eine Kameratasche für den Alltag. Es gibt sie natürlich wieder in verschiedenen hübschen Farben und man kann auch die Trennelemente einsetzen, um nach Bedarf doch ein Objektiv mitzutragen.
Wir hatten die letzten Woche immer mal wieder angenehm warme Temperaturen, so dass ich für mich mal das Thema Overknee Socken ausprobierte. Nicht nur um geliebte Outfits zu zeigen, sondern um auch mal was Neues auszuprobieren, eignet sich so ein Blog ja hervorragend. Es ist natürlich für mich kein Look, den ich zur Arbeit tragen kann. Leider. Denn ich finde ihn für warme Herbsttage lustig. Sehr bequem und in der richtigen Farbe zu jedem Rock oder Kleid passend. 
Leider sind meine Herbstferien bereits wieder vorbei. Diese zwei Wochen vergingen wie im Flug. Aber das ist ja immer so, wenn man Spass hat. Das grosse Ereignis war natürlich die Hochzeit meiner Freundin, bei der ich Trauzeugin sein durfte. Dann verbrachten Dominik und ich einen schönen sonnigen Tag in den Bergen und den Rest der Zeit genossen wir zu Hause. An den verbleibenden, regnerischen Tagen schauten wir uns The Killing an. Wir haben die ersten beiden Staffeln nur so verschlungen! Unglaublich spannend. So sehr, dass ich für einen kurzen Moment überlegte, Polizistin zu werden.;)

Habt einen tollen Tag!
♡Stefanie

Outfit Details: Tasche: Jototes, Rock: Laredoute, T-Shirt: vor 7 Jahren in den USA gekauft..., Overknees: H&M, Chelseaboots: Zalando

Hausgemachtes Brot: Dinkelbaguette

Da das Baguette aufgrund seiner Form nicht in meinen runden Gusseisentopf passt, machte ich es wohl oder übel ganz gewöhnlich im Backofen. Ich schreibe das so, weil ich mit dem Brotbacken im Gusseisentopf sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielen konnte, was die Knusprigkeit des Brotes betrifft. Die Kruste ist - meiner Meinung nach - deshalb nicht ganz so knusprig geworden wie die Brote aus dem Gusseisentopf. Ich denke, das sieht man auch auf den Fotos.
Statt Weissmehl nahm ich aus keinem besonderen Grund Dinkelweissmehl, um mein Baguette zu backen. Ich hatte einfach noch welches im Schrank. Ansonsten hielt ich mich an das Rezept eines ganz normalen Baguettes. Das Brot wurde schön luftig. Leider blieb es nicht besonders lange frisch, wie das halt so ist bei Baguettes. Darum haben wir das letzte Drittel am dritten Tag getoastet. 

Rezept für ein kleines Baguette:
250g (Dinkel)Weissmehl
10g frische Hefe
3/4 TL Zucker oder flüssigen Honig
150ml Wasser, lauwarm
1 TL Salz
  1. Hefe mit Zucker (oder Honig) und der Hälfte der Flüssigkeit glatt rühren und 10 Minuten stehen lassen.
  2. Mehl in eine Schüssel geben, eine Vertiefung in die Mitte drücken und die gelöste Hefe hineingiessen. Dabei immer etwas Mehl vom Wand dazunehmen, bis der Teig dickflüssig ist. Wenig Mehl darüberstäuben, zudecken und bei Raumtemperatur gehen lassen, bis man Risse erkennen kann.
  3. Salz und restliche Flüssigkeit nach und nach zum Mehl dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig zusammenfügen. Von Hand oder mit der Knetmaschine kneten bis der Teig elastisch ist. Wenn der Teig zu feucht ist, ein wenig Mehl dazugeben bis man ihn einigermassen gut anfassen kann ohne dass alles an den Fingern kleben bleibt. 
  4. Teig zu einer Kugel formen, Schüssel mit einer Plastikfolie abdecken und warten bis der Teig auf das Doppelte aufgegangen ist. 
  5. Den Teig ein paar Mal kneten bis die Luft raus ist, dann in die typische Baguetteform bringen. Leicht mit Mehl bestäuben, mehrmals schräg einschneiden und zugedeckt nochmals etwa 30 Minuten aufgehen lassen. 
  6. Backofen auf 220 Grand vorheizen.
  7. Baguette 30-50 Minuten (bei mir dauerte es 45 Minuten) im unteren Teil des Ofens backen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180 Grad reduzieren.
Für diejenigen, die meine Post bis hierher gelesen haben::) Wenn ihr auch ab und zu Brot backt, möchte ich euch gerne fragen, welche Tipps und Tricks habt ihr für mich, um eine knusprige Kruste beim Backen ganz normal im Backofen hinzubekommen? Ich habe schon viel probiert, von Wasserschüssel im Ofen über Wasser an die Backofenwand spritzen bis Eigelb und Kaffeerahm. Aber zufriedenstellend knusprig, dass es an Brot vom Bäcker rankommt, das habe ich noch nicht geschafft. Ihr schon? Wisst ihr (evtl. Experten), woran das liegt? Seid ihr Chemieexperten und könnt mir das erklären?:)
Ich bin sehr gespannt auf eure Ratschläge!
♡Stefanie

DIY: Herbstkürbisse ein bisschen anders

Wenn ihr nicht unbedingt Lust habt auf die "natürlichen" Herbstfarben wie rot, gelb, orange oder grün, dann malt eure Zierkürbisse doch einfach an! Ich habe es gemacht und kann euch hier ein paar Tipps geben:
  • Der goldene Kürbis ist mit Sprayfarbe gefärbt. Das hat wunderbar funktioniert. Danach machte ich genau das gleiche mit weiss bei einem anderen Kürbis und mit einer anderen Marke Sprayfarbe. Diese Farbe hat komischerweise nicht gehalten und liess sich wie eine Haut ganz leicht wieder ablösen. Beides waren Acrylfarben mit der gleichen Produktbeschreibung. Ich weiss also leider nicht, woran es lag...
  • Was man bei Sprayfarbe aber auf jeden Fall beachten muss, immer ca. 30cm Abstand halten, auch wenn die Farbe nicht sofort deckt. Nach dem Trocknen eine weitere Schicht aufsprühen bis die Farbe deckt. Sprayt man zu nahe und zu viel Farbe, läuft diese runter.
  • Das Problem mit dem weiss löste ich dann mit ganz normaler Acrylfarbe und Pinsel. Das hat mit zwei Schichten ebenfalls wunderbar gedeckt. Auch die Punkte und die grünene Streifen sind mit Acrylfarbe gemalt.
  • Serviettentechnik: Damit die Farbe der Serviette zur Geltung kommt, unbedingt mit weiss grundieren. Danach nur die oberste Lage der Serviette benützen. Die Serviette in kleine Schnipsel zerreissen. Pinsel in speziellem Découpageleim oder normalem Bastelleim tauchen und die Schnipsel einer nach dem anderen auf den Kürbis kleben. Dabei ein Tupfer Leim auf den Kürbis, Schnipsel draulegen und dann mit Leim vollständig bestreichen.
Die Kürbisse haben es sich auf unserem Esstisch bequem gemacht und dürfen uns noch anfangs Herbs mit ihren nicht herbstlichen Farben entzücken. Man soll ja nicht gleich alles überstürzen!
Viel Spass beim Werkeln! 
♡Stefanie